Der breite und der schmale Weg

 

Vortrag über die Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert.

Mit der Erinnerung an Charlotte Reihlen untrennbar verbunden ist das Andachtsbild Vom breiten und vom schmalen Weg.

 

Dieses Bild war im württembergischen Pietismus weit verbreitet. Es diente als Leitbild für christliches Leben und Handeln. Seit seiner Veröffentlichung 1867 hat es zahlreiche Neuauflagen erhalten. Viele Menschen hat es in ihrer Kindheit geprägt. Manchen hat es Angst gemacht. Manche erinnern sich gern daran, weil man so viel darin entdecken kann.

 

Das Grab ist leer!

 

Unsere Erfahrung sagt uns: Mit dem Tod ist alles aus! Es ist ja noch keiner wiedergekommen!

 

Aber wegen Ostern können wir sagen: Doch! Einer ist wiedergekommen. Gott hat ihn nicht im Tod gelassen. Die Evangelien schildern auf unterschiedliche Weise, dass Jesus lebt. Aber mit einem anderen, einem verklärten Leib.

 

Zunächst ist das leere Grab noch kein Beweis, denn der Leichnam könnte ja über Nacht entwendet worden sein. Aber da ist Maria Magdalena, die meint, den Gärtner zu sehen. Erst als Jesus sie anspricht, erkennt sie ihn. Und dann die Emmaus-Jünger, die mit ihm als einem Fremden reden, bis sie ihn am Brotbrechen erkennen. Der auferweckte Jesus kommt durch verschlossene Türen, aber zum Zeichen dafür, dass er nicht etwa ein Gespenst ist, lässt er sich anfassen – er isst vor den Augen der Jünger.

 

Die Farben des Bildes sind Symbole für Nacht und Kälte. Und für Licht und Wärme. Die Farbe Blau steht für Schlaf und Nacht. Violett und Rot für erlittenes Leid. Dem gegenüber steht das Grün als Aufbruch ins Leben.  Der Dreiklang von Grün ,Orange und Gelb bildet ein offenes Tor. Erinnerung an das leere Grab.

 

 

Es ist Frühling. Es blühen Blumen. Die Natur wird bunt. Wir können aufatmen, denn die Tage werden länger. Wärmendes Licht hat Dunkelheit und Kälte überwunden.

 

 

 

Jürgen Föller

 

 

 

 

 

Bis du kommst in Herrlichkeit

 

Auf der Titelseite dieser TO finden sie ein Bild des wiederkommenden Christus. Es stammt von Jürgen Föller. Vor Jahren habe ich ihn bei einem Besuch in Adelshofen kennengelernt. Seitdem wurde ich von seinen Bildern immer wieder inspiriert. Das Besondere daran: Seine Bilder entstehen nicht allein aus seiner künstlerischen Phantasie. Vielmehr ist seine Malkunst durchdrungen vom Gebet und dem Wirken des Heiligen Geistes. Seine Bilder besitzen daher eine eigene Transparenz und sprechen unmittelbar an. Das Bild auf der Titelseite trägt den Titel Donec venias in gloriam. Christus erscheint als Weltenrichter.

 

Dr.Rolf Sons

Rektor emeritus des Albrecht-Bengel-Hauses Tübingen