Victor Hugo, Komposition 1875

 

 

Gottfried Keller 1819-1890, der in der Jugend eine Ausbildung zum Maler durchlaufen hatte, beschreibt in seinem autobiografischen Roman Der grüne Heinrich, wie seine Romanfigur eine abstrakte Zeichnung verfertigt, worauf sein Malerfreund Erikson das Zeitalter der gegenstandslosen Kunst ausruft. Verbunden mit der Utopie einer freien Gesellschaft. Das Studium der Wirkungen von Linien und Farben frei vom Gegenstand wurde vor 1900 fast ausschließlich im Atelier betrieben. Vielen traditionellen Werken lagen abstrakte Vorstudien und Skizzen zugrunde. In diesem Sinn lag „die Errungenschaft der Avantgarde um 1912 nicht in der Erfindung der Abstraktion sondern darin, dass man sie damals zum Kunstwerk erhob.