Er hat den großen Wunsch gehabt, das Sonnenlicht in seine Bilder hineinzubringen. Das hat er dann in seinen späten Werken wirklich zur Perfektion gebracht.

Ferdinand Georg Waldmüller hat in allen damals bedeutenden künstlerischen Sparten - also Porträt und Landschaft, Stillleben und Genre - wichtige Werke geschaffen.  1830 wird er an die Kunstakademie in Wien berufen. Kurz zuvor hat er Kaiser Franz Joeph I. porträtiert, was ihm bald Zulauf aus Adelskreisen einträgt. Zwischen Metternich-Ära und Wiener Vormärz - entstehen einfühlsame,  gemütvolle Bilder. Als Professor aber blieb er höchst streitbar: Als er starb, wurde gerade in Wien die Ringstraße gebaut. Es hat sich ein neuer Stil in Wien gebildet. Die Gebäude, die Malerei, alles wurde im historistischen Stil gemacht. Und Waldmüller wurde  vergessen.

Ferdinand Georg Waldmüller starb am 23. August 1865 im Alter von 72 Jahren in einem Gasthof in Mödling bei Wien - inmitten jener Landschaft, die ihn stets besonders inspiriert hatte.