Auf den ersten Blick ist dieses Bild ein Postkartenidyll. Eine winterliche Dorfszene. Die Sonne wird bald untergehen. Menschen schleppen Waren übers Eis. Andere drängeln sich an der Theke einer Bauernkneipe. Trotz der Kälte ist draußen allerhand los. Denn in den Häusern ist es nicht viel wärmer. Wir sind im 16. Jahrhundert. Einer Zeit, die an politischen und religiösen Umwälzungen zum bersten angefüllt ist. Dunkle Ahnungen setzt der Maler Bruegel ins Bild. Und mitten hinein stellt er seine Hauptfiguren, die heiligsten Menschen des Christentums – so unscheinbar, dass man sie kaum findet.